Um UMTS nutzen zu können, müssen Endgeräte, SIM-Karten und Tarif UMTS-fähig und UMTS-freigeschaltet sein. Das sind zunächst die Grundvoraussetzungen. Der nächste wichtige Punkt ist der der Netzabdeckung.
Laut den Lizenzauflagen der Regulierungsbehörde mussten die UMTS-Netzbetreiber bis Ende 2005 mindestens 50 % der Bevölkerung technisch erreichen. Die großen Netzbetreiber O2, E-Plus/Base, Vodafone D2 und Telekom Mobilfunk (früher T-Mobile) erfüllten diese Bedingungen. Das bedeutete aber auch, dass 50% der Bevölkerung damals nicht mit einer UMTS-Netzabdeckung versorgt waren.
In den Jahren danach wurden weitere Gebiete ausgebaut. Ende 2009 waren bereit 63% aller deutschen Haushalte mit UMTS versorgt. Weiterhin wird heute an allen UMTS-Standorten HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) mit einer Geschwindigkeit von 7,2 Mbit pro Sekunde bereitgestellt. Im Jahr 2010 soll die Netzabdeckung von UMTS auf 70 % ausgeweitet werden. Eine vollständige UMTS-Netzabdeckung ist in Deutschland allerdings noch nicht in Sicht.
In großen Städten und dicht besiedelten Gebieten ist die Abdeckung bisher am besten. Generell können UMTS-Handys und UMTS-Notebookkarten auch im GSM-Netz funken. Sie schalten dabei automatisch – den Verfügbarkeiten entsprechend – um. Es ist wichtig, sich vor dem Umstieg auf UMTS über die Netzabdeckung seines Standorts (Wohnort, Arbeitsplatz, Freizeit – je nach gewünschtem Nutzen) zu informieren, denn für Flatrates für Telefon und Daten ist eine gute Netzversorgung unbedingt notwendig.
UMTS steht heute im Ausland in 30 Länder zur Verfügung, GPRS sogar in mehr als 90 Ländern.